Warum durfte Matcha früher nur von den Eliten wie Samurais, Mönchen oder dem Kaiser Japans hinter verschlossenen Türen getrunken werden?

Geht es dir auch so? Fühlst du dich nach dem Aufstehen oder vor dem Sport müde und schlapp? Kannst du dich beim Lernen schwer konzentrieren und hast das Gefühl, dass dir die Augen zufallen? Fällst du am Nachmittag oder nach dem Kaffee in ein Energieloch? Hast du einen stressigen Job oder einen stressigen Familienalltag und ständig 1.000 Dinge im Kopf, die du noch erledigen sollst?

Dann ist vielleicht der natürliche Wachmacher Matcha für dich interessant. In diesem Artikel erfährst du das lange Zeit streng gehütete Geheimnis, warum Matcha wesentlich mehr Antioxidantien enthält, als grüner Tee, wie dir Matcha beim Abnehmen hilft und welche 6 unglaublichen Vorteile Matcha hat.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist Matcha und woher kommt Matcha?

Matcha ist der Espresso des Tees und Japans hochwertigster Tee. Daher stammt der Name auch aus dem Japanischen und bedeutet „gemahlener Tee“. Das heißt, die jungen Teeblätter werden zwischen Granitsteinmühlen fein gemahlen und du nimmst beim Trinken das ganze Blatt im Körper auf, im Vergleich zum Grüntee, bei dem du lediglich die Blätter in heißem Wasser ziehen lässt und so nur den Aufguss aus den Blättern trinkst.

Originaler Matcha-Tee wird ausschließlich in Japan produziert. Es gibt mittlerweile leider Billigimitate aus anderen Ländern, die aber mit einem originalen Matcha nichts zu tun haben. Leider ist der Begriff “Matcha” nicht geschützt, sodass jeder Produzent auf sein grünes Pulver “Matcha” draufschreiben kann.

Vor 1.000 Jahren wurde Matcha-Tee ausschließlich von buddhistischen Mönchen zum Meditieren und von Samurais vor dem Kampf getrunken.

Doch warum durfte Matcha früher nur von den Eliten oder Japans Kaiser hinter verschlossenen Türen getrunken werden?

Die (gesundheitliche) Wirkung von Matcha

Die Antwort liegt in der begrenzten Verfügbarkeit von Matcha, da es ein enorm aufwendiger und komplizierter Herstellungsprozess ist, der sehr viel Können und Wissen benötigt.

Nur dann kommst du in den Genuss der folgenden vier Vorteile:

  • Du bist wacher und konzentrierter bis zu sechs Stunden. Dafür verantwortlich ist das Koffein. Es ist im Matcha an Gerbstoffe gebunden. Dadurch gelangt es über den Verdauungstrakt ins Blut. Die Folge: Die typische Kaffeenervosität bleibt aus!
  • Du fühlst dich weniger gestresst aufgrund der Aminosäure L-Theanin und dein Geist ist ruhiger.
  • Du förderst deine Gesundheit aufgrund der Kraft der jungen Teeblätter. Sie enthalten viel Chlorophyll und viele Antioxidantien wie Catechine, z. B. EGCG, denen eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird.
  • Matcha steigert die Wärmeproduktion deines Körpers. Er kurbelt deinen Stoffwechsel an und hilft dir so jeden Tag etwas mehr Kalorien zu verbrennen. Er unterstützt dich so beim gesunden Abnehmen.

Was macht die Herstellung jetzt so aufwändig?

Die Grüntee-Pflanzen werden speziell für die Matcha-Herstellung gezüchtet. Man kann nicht einfach herkömmliche Grüntee-Pflanzen mahlen, um Matcha zu erhalten.

Sie werden ca. vier bis sechs Wochen vor der Ernte mit dunklen Matten beschattet. Dadurch gelangt nur noch etwa 10 % bis 15 % des Sonnenlichts an die Pflanzen. Die Pflanzen bilden durch den Entzug der Sonne nun sehr viel Chlorophyll und werden sehr dunkelgrün. Dies steigert bspw. auch massiv den Anteil der Polyphenole und Aminosäuren (Theanin) im Blatt.


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Die Blätter werden dann geerntet und der Oxidationsprozess mittels heißem Wasserdampf unterbunden. Nun werden aus den Blättern alle Blattrippen und Ästchen entfernt, sodass nur noch das reine Blattfleisch übrigbleibt.

Dieses Blattfleisch wird dann auf langsam mahlenden und von Hand hergestellten Granitsteinmühlen zu feinstem Pulver vermahlen. Die Mühlen produzieren ca. 30 g Matcha pro Stunde. Diese langsame Mahlgeschwindigkeit ist wichtig, damit keine zu große Reibungshitze entsteht und das Blatt dadurch verbrennt.

So funktioniert das Mahlen am Beispiel von händisch bedienbaren Granitsteinmühlen. Produziert wird allerdings immer in elektrisch angetriebenen Granitsteinmühlen:

So kann man bspw. nicht einfach seinen Sencha, den man zuhause hat, im Mörser klein mahlen, denn Sencha wird meist aus anderen Teepflanzen produziert, zudem nicht beschattet angebaut, die Blattrippen und Ästchen sind alle noch enthalten und man kann mit keinem Haushaltszerkleinerer derart feines Pulver herstellen. Die Pulvergröße von Matcha, der auf Granitsteinmühlen vermahlen wird, ist etwa zehnmal feiner als Mehl!

Die Inhaltsstoffe von Matcha

Was ist im Matcha jetzt genau enthalten? Da du beim Matcha das Teeblatt als Ganzes zu dir nimmst (ohne Blattrippen, Ästchen und Stengelchen!), enthält Matcha ein breites Spektrum an Vitalstoffen:

  • Koffein – der Wachmacher
  • Aminosäuren, besonders L-Theanin – der Stressreduzierer
  • Antioxidantien, besonders Catechine und EGCG – angeblich krebsvorbeugende Wirkung
  • Chlorophyll – der Bakterienkiller
  • Proteine – die Baustoffe
  • Calcium – der Knochenbaustoff
  • Eisen – der Sauerstoff-Versorger
  • Kalium – der Blutdrucksenker
  • Vitamin A – das Augenvitamin
  • Vitamin B1, B2, B3 (Niacin)
  • Vitamin E – das Anti-Aging-Vitamin
  • Vitamin K – das Knochenvitamin

Ich möchte besonders auf fünf Inhaltsstoffe eingehen, nämlich Koffein, die Aminosäure L-Theanin, Chlorophyll und die Antioxidantien inkl. Catechine und den Inhaltsstoff EGCG.

Der Wachmacher Koffein

Bestimmt kennst du Koffein, denn es kommt in Kaffee, Tee (Grüntee und Schwarztee), Cola, Schokolade und Energy-Drinks vor.

Koffein hat eine anregende und belebende Wirkung. In geringen Dosen wirkt es stimulierend auf die Psyche, die Konzentration wird verbessert und Müdigkeitserscheinungen beseitigt. Zudem wird die Speicherfähigkeit des Gehirns erhöht, was dir beim Lernen und bei Prüfungen durchaus helfen kann. Es hilft uns auch das Leistungstief am Nachmittag im Büro zu vermeiden, sodass du noch einige Aufgaben erledigen kannst.

Die Aminosäure L-Theanin vermindert das Stressgefühl?

L-Theanin ist eine nicht-proteinogene Aminosäure, was bedeutet, dass der Körper sie nicht für die Herstellung von Eiweiß/Protein verwenden kann. Zur Erinnerung: Eiweiße/Proteine sind die Grundbausubstanz für Zellen im Körper, ähnlich wie die Ziegelsteine beim Hausbauen.

L-Theanin kommt nur in Teeblättern vor und ergänzt sich hervorragend mit Koffein, da es einige Nebenwirkungen des Koffeins (hoher Blutdruck, Unbehagen) ausgleicht, und gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit stärkt. Außerdem mindert L-Theanin das Stressgefühl und der positive Einfluss auf die Botenstoffe (Dopamin, Serotonin) schlägt sich in einer erhöhten Gemütslage, mehr Aufmerksamkeit, und geistiger Ruhe nieder. Dabei ist L-Theanin frei von Nebenwirkungen und ruft keine körperliche oder geistige Abhängigkeit hervor.

Der grüne Pflanzenfarbstoff Chlorophyll unterstützt die Blutbildung?

Da es sich bei Matchapulver um gemahlene Blätter handelt, ist natürlich dementsprechend viel Chlorophyll – der grüne Pflanzenfarbstoff – enthalten. Vielleicht kennst du Chlorophyll schon von den grünen Smoothies. Der Begriff Chlorophyll bedeutet auf Altgriechisch chloros „hellgrün, frisch“ und phyllon „Blatt“ und bezeichnet eine Gruppe pflanzlicher Farbstoffe.

So sehen Chloroplasten in der Pflanzenzelle aus:

Sie dienen als Sonnenkollektoren für die Pflanze, wodurch Wasser und Kohlendioxid in Zucker und andere lebenswichtige Stoffe umgewandelt werden. Ohne diese Sonnenkollektoren und die Sonnenenergie könnten die Pflanzen also nicht wachsen.

Weiterhin spannend ist, dass das Chlorophyll dem roten Blutfarbstoff 1:1 ähnelt. Dadurch unterstützt Chlorophyll die Blutbildung.

Auf der linken Seite siehst du ein Hämoglobin-Molekül mit Eisen (Fe) in der Mitte und rechts das Chlorophyll-Molekül mit Magnesium (Mg) in der Mitte.

Victoria Boutenko – die Erfinderin der grünen Smoothies – sagt, dass dieses Molekül das fehlende Puzzleteil in unserer Ernährung ist. Erstens, weil zu wenig Sauerstoff im Blut zirkuliert und zu unseren Zellen gelangt, wodurch wir ständig müde sind und zweitens, da wir zu viele Giftstoffe im Körper lagern, die uns krank und dick machen. Weiter sagt sie: Je mehr Chlorophyll wir zu uns nehmen, umso besser funktioniert die Blutbildung, umso mehr Sauerstoff kann zu den Zellen transportiert werden und umso weniger müde fühlen wir uns.

Mit dem Ergänzen von Matchapulver erhöhst du also weiter den Anteil von Chlorophyll im Smoothie.

Weiterführender Artikel:

Antioxidantien verlangsamen die Alterungsprozesse?

Gesundheitlich wertvoll machen den Matcha die Antioxidantien. Was sind Antioxidantien? Es sind Stoffe wie Vitamin C, Vitamin E, Selen, Zink, Eisen, Anthocyane oder Carotinoide, die die Zellen vor freien Radikalen (aggressiven Sauerstoffverbindungen) schützen.

So wie der Lack die Karosserie des Autos vor dem Rost (Oxidation) schützt. Würdest du das Auto nicht lackieren und regelmäßig pflegen, dann beginnt es schnell zu rosten (zu oxidieren) und ist eher früher als später nicht mehr fahrtüchtig.

Genauso ist es beim Körper. Der Körper kann ebenfalls oxidieren (altern), wenn wir ihn nicht regelmäßig pflegen. Die Konsequenzen daraus sind, dass wir graue Haare, schrumpelige Haut, Falten oder sogar Krankheiten bekommen. Gemüse, Obst oder (grüne) Blätter wie Matcha mit ihren Antioxidantien helfen, diesen Prozess wesentlich zu verlangsamen.

Man kann den Gehalt an Antioxidantien in Lebensmitteln mit dem sogenannten ORAC-Wert messen. Matcha hat einen Wert von 1.537 Einheiten pro Gramm. Im Vergleich dazu liegen Goji-Beeren bei immerhin noch 253 Einheiten, Blaubeeren bei 93 und Broccoli gerade mal noch bei 31 Einheiten. Wobei man dazu sagen muss, dass man von Beeren oder Brokkoli in einer Portion natürlich mehr als vom Matcha konsumiert.

Catechine (EGCG) hemmen die Krebsentstehung?

Eine spezielle Gruppe der Antioxidantien sind die Tee-Catechine, insbesondere EGCG (Epigallocatechin-3-gallat), welches aktuell am besten erforscht ist.

Man geht davon aus, dass sie Nervenzellen schützen, Entzündungen und Geschwüre hemmen, eine antivirale Wirkung haben und sogar bei der Vorbeugung von Krebs helfen.

Forscher von der University of Colorado haben in ihrer Studie herausgefunden, dass Matcha-Tee dreimal so viel EGCG wie andere Grünteesorten enthält. Laut der groß angelegten Studie trägt er sogar zur Vorbeugung von Krebs bei, indem er Tumore in ihrer Entstehung hemmt.

Literatur:

Weiss DJ, Anderton CR: Determination of catechins in matcha green tea by micellar electrokinetic chromatography at J Chromatogr A. 2003 Sep 5;1011(1-2):173-80. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14518774)

Was ist der Unterschied von Matcha zu Grüntee?

Ein „normaler” grüner Tee wird mit heißem Wasser übergossen. Danach lässt man den Tee ziehen und nimmt den Extrakt der Teeblätter zu sich. Dabei lösen sich nur etwa 10 bis 20 % (je nach Tee und Aufgussart) der Inhaltsstoffe im Wasser. Die restlichen Inhaltsstoffe der Blätter bleiben im Teebeutel zurück und werden entsorgt.

Bei Matcha hingegen handelt es sich um fein gemahlene, ganze Teeblätter. Daher nimmst du 100 % der Inhaltsstoffe zu dir und es gehen keine Vitamine, Mineralstoffe oder Antioxidantien verloren.

So kommt es auch, dass eine Schale Matcha zehnmal so viele Antioxidantien wie eine Tasse grüner Tee enthält.

Was ist der Unterschied von Matcha zu Kaffee?

Eines haben Kaffee und Matcha gemeinsam: Sie enthalten beide Koffein. Doch der Wachmacher wirkt auf unterschiedliche Weise.

Im Kaffee kommt das Koffein in reiner, ungebundener Form vor. Dadurch wird es vom Körper direkt im Magen aufgenommen und gelangt schnell in die Blutbahn. Man kennt diesen Kick von einem starken Espresso. Man ist ziemlich schnell topfit, hellwach und auch gerne nervös oder zittrig.

Das im Matcha vorkommende Koffein (gleichbedeutend mit “Teein”) ist hingegen an die Gerbstoffe im Matcha gebunden. Dadurch wird das Koffein nicht im Magen vom Körper aufgenommen, sondern erst später im Verdauungssystem. Der Kaffeekick bleibt aus, denn das Koffein geht nicht direkt ins Blut. Stattdessen wird das Koffein im Verdauungstrakt wesentlich langsamer freigesetzt und hält über einen wesentlich längeren Zeitraum fit, wach und konzentriert. Bis zu sechs Stunden kann dieser Zustand anhalten.


Matcha vs. Kaffee – Koffeindosis

Fazit: Die 6 unglaublichen Vorteile von Matcha

Was zeichnet Matcha jetzt aus?

  1. Zehnmal mehr Inhaltsstoffe wie grüner Tee. Matcha ist fein gemahlener grüner Tee, der vor seiner Ernte beschattet wird. So erhöht sich der Gehalt von L-Theanin und anderen Antioxidantien und Matcha enthält daher ca. zehnmal so viele Antioxidantien wie grüner Tee.
  2. Kein Abfall. Du nimmst das ganze Teeblatt zu dir, also 100 % der Inhaltsstoffe statt nur 10 bis 20 % wie bei aufgegossenem Grüntee. Du musst keinen Teebeutel oder Teeblätter wegschmeißen und es gibt daher keinen Abfall.
  3. Keine Kaffee-Nervosität. Matcha eignet sich daher besonders für (ehemalige) Kaffeejunkies als gesunde Alternative oder für Menschen, die den intensiven Kaffeekick und die damit verbundenen Nebenwirkungen wie Nervosität vermeiden wollen.
  4. Mehr Energie und Konzentration bis zu sechs Stunden. Du bist wacher und konzentrierter von Koffein – bis zu sechs Stunden. Da es sich im Matcha um natürliches gebundenes Koffein handelt, wird es langsam über den Darm aufgenommen – im Gegensatz zum Kaffee, der schon im Magen aufgenommen wird und daher nur ein bis zwei Stunden anhält.
  5. Matcha verstärkt grüne Smoothies. Hast du früher zum Frühstück immer einen Kaffee getrunken? Seitdem du grüne Smoothies trinkst, passt der Kaffee aber nicht mehr so gut dazu? Wenn du den Koffeinkick vermisst, dann verstärke einfach deinen grünen Smoothie mit Matcha und hol dir so den Energieschub für den Tag. Matcha liefert dir den Wachmacher Koffein, den Stressreduzierer L-Theanin und weiteres Chlorophyll und viele Antioxidantien.
  6. Matcha unterstützt das Abnehmen. Matcha steigert die Wärmeproduktion des Körpers. Er kurbelt deinen Stoffwechsel an und hilft dir so, jeden Tag etwas mehr Kalorien zu verbrennen. Natürlich wirst du nicht alleine vom Matcha-Trinken mehrere Kilos pro Monat abnehmen, sondern musst auch auf deine Ernährung achten.

Zusammenfassend kann man sagen: Matcha ist der unbedenklichste und natürlichste Wachmacher mit den geringsten Nebenwirkungen.

Über den Autor

Fühlst du dich ständig müde? Oder fühlst du dich unwohl in deinem Körper. Dann helfe ich dir beim gesunden Abnehmenmit grünen Smoothies, sodass du wieder voller Energie durch denTag gehst. Hallo, mein Name ist Roman Firnkranz. Alles begann mit einer 30-Tage-Challenge und einer Diplomarbeit zu grünen Smoothies im Jahr 2012, während meiner Ausbildung zum Ernährungstrainer. Mittlerweile habe ich ein Buch mit dem Titel „Meine grünen Smoothies“ geschrieben, GreenBodyRestart, das 12-Wochen-Grüne-Smoothies-Abnehmprogramm, ins Leben gerufen und den Roman Firnkranz Bio MATCHA für Smoothies auf den Markt gebracht.

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